Tag 13 - Ich hasse Papierkram und die ganze Warterei!
Ich glaube ich habe heute zum zweiten Mal Frühstück in der Cafeteria gegessen (natürlich in Jogginghose und gammelig hoch 215605) und ich war positiv überrascht! Mir schmeckt von all den Gerichten das Frühstück am besten. Liegt bestimmt am Müsli, was mich an zu Hause erinnert und "international" ist. Und es ist das einzige Gericht am Tag OHNE Reis oder Nudeln!!! Dieses Mal gab es Haferbrei, ein Stückchen Banane, Nuggets (zum Frühstück? Wo isst man das zum Frühstück??), Krautsalat mit Mayo, Milch und Müsli. Es hat wirklich lecker geschmeckt, wobei ich Haferbrei in warm mehr mag als in kalt aber gut ich bin zufrieden.
Nach dem Frühstück gings dann schnell in die Zimmer fertigmachen und dann ab zur Ausländerbehörde. Das läuft dort eigentlich genauso ab wie in Deutschland: Nummer ziehen und warten. Da wir als Studenten länger als 90 Tage im Land sein werden, benötigen wir eine Alien Registration Card. Wir kamen dort leider etwas verspätet an (ca. 11:20Uhr) und ich bekam die Nummer 505. Die Schalter waren noch bei etwa ~ 445. Ohjeee. Zum Glück braucht man am Schalter selbst nicht wirklich lange aber trotzdem. Als wir endlich drankamen war es kurz nach zwei. Jeder hatte nur zwei Minuten am Schalter gebraucht und dann kamen wir. Unser Foto war nicht akzeptabel, da man unsere Ohren durch die Haare nicht sehen konnte, also mussten wir zum Fotoautomaten im nächsten Raum: 7.000 Won. Schon wieder. Und dieses Mal nur für 6 kleine Fotos. Autsch aber leider musste das sein. Dann mussten wir am Automaten direkt die 30.000 Won Gebühr für die Karte bezahlen und hinzu kommen noch 3.000 Won Postgebühr, damit wir die Karte nicht abholen müssen. Es wird dann einfach an das International Office der Uni geschickt und wir sparen uns den Weg (der immerhin knapp 40 Minuten dauert). Hinzu kam noch ein Problem: Wenn man die Gebühr am Automaten bezahlt hat, bekam man eine Quittung mit dem Preis etc aber bei Marylett stand nichts in diesen Feldern. Es stellte sich heraus, dass es sich um einen technischen Fehler handelt (und das muss natürlich uns erwischen) und deswegen musste sie hoch zur richtigen Bank rennen, um eine neue Quittung zu erhalten. Dann wurden noch die Fingerabdrücke genommen und fertig waren wir nach gefühlten 7 Stunden aber es war "erst" ungefähr 14:30 Uhr.
Das Problem war, dass Marylett um 16 Uhr bei einem TV Sender sein musste, da sie Tickets für eine Live-Musikshow hatte. Der Weg mit der Bahn betrug schon 40 Minuten und sie musste sich noch fertig machen deshalb sind wir schnell zurückgeeilt. Da wir um 8 Uhr morgens nur gefrühstückt hatten und es mittlerweile schon Mittag war, waren wir hungrig und haben durch Zufall auf dem Rückweg einen Essensstand mit dem typisch koreanischen Fischsnack gesehen. Es handelt sich um sowas wie eine Waffel, die mit roten Bohnen gefüllt ist aber irgendwie schmeckt das ganze etwas süß. Eine Mischung aus gesund und ungesund. Das schaffen die Koreaner unglaublich gut! Aus etwas gesundem etwas ungesundes machen.. und dabei magersüchtig dünn bleiben. Diese Gene möchte jeder haben!
Als wir zurück am Unibahnhof waren, war es schon kurz nach drei, deshalb ist sie dann schon vorgerannt und ich bin alleine weiter getuckert. Auf dem Weg habe ich mir meinen ersten Reisburger zum mitnehmen eingepackt. Ja ihr hört richtig: Reisburger. Ein Burger aus Reis. Kein Brot. Das Menü war auf Koreanisch, deshalb hab ich einfach gesagt "No pork" und dann hat sie mir irgendwelche Bilder gezeigt. Am Ende hatte ich folgende Reihenfolge auf meinem "Burger": Reis (gemischt mit Seetang), Hähnchen, Mais, Radieschen und ich glaube Süß-Sauersoße und wieder Reis. Man muss den Burger erst flachdrücken und dann kann man ihn essen aber natürlich kann man es nicht so richtig mit den Händen halten. Man wickelt die Alufolie drum und knabbert eher am Burger, da es schon relativ auseinanderfällt.
Dann hatte ich etwas Zeit bis zu unserem Treffen zum Abend und konnte mich endlich in meinem Zimmer etwas ausruhen. Wir wollten zur Station Noryangjin, um dort in der Nähe All you can eat koreanisches Barbecue zu essen (ein Schnäppchen für 13.000 Won in einem Restaurant!) aber als wir dort nach langer Suche ankamen, war das Restaurant bereits voll und für unsere Gruppe von 13 Personen war kein Platz. Wir hätten 1 - 2 Stunden warten können aber die meisten waren schon am Verhungern. Deshalb sind wir durch die Straßen gewandert (zum Glück hatten wir 2 Koreaner bei uns), die sich durchgefragt haben, sodass wir irgendwann in einem kleinen Restaurant gelandet sind, indem es leider nur eine begrenzte Anzahl an Menüs gab. Ich hab zum ersten Mal in meinem Leben kalte Nudeln gegessen, die erst mit der Schere durchgeschnitten werden müssen, da sie unglaublich lang sind. Und es war soooo scharf, lecker! Ich liebe es, dass hier das Essen immer so scharf ist!
Danach sind wir nur durch die belebten Straßen in der Umgebung geschlendert und viele kleine Essensstände besucht und die kleinen Leckereien probiert. Es gab zB Eibrot, frittiertes Gemüse Fleisch etc, Hotdogs und Burger und Waffeln mit Eis und Sahne oder Honig.
Es ist hier einfach unglaublich kalt momentan!! Vor allem morgens und abends wird es doppelt so kalt, deshalb kann man draußen nicht stehenbleiben ohne dabei zu erfrieren. Danach sind wir schnell nach Hause und ab ins warme! Aber bei dem Aufstieg bis hoch zum Wohnheim wird einem imemr etwas warmer...kein Wunder.
















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